Die St. Hubertus Kapelle in Weweler

Weweler ist ein Weiler, gelegen auf einem Gebirgsvorsprung, dem Ourberg, auf einer Höhe von 400 m, oberhalb des Zusammenflusses der Ulf mit der Our.

Die Hubertuskapelle ragt mit ihrem romanischen Turm aus dem 13. Jh. über das idyllische Ourtal hinweg. Die Kapelle ist, in ihrem spätgotischem Stil, die zweitälteste Kirche Belgiens. Der Chor wurde im 15. und 16. Jh neu errichtet.
Die Vorderhalle mit rundbögigem Eingang in Pilasterrahmen und leerer Muschelnische wurden 1735 gebaut. Ob auf dem Hauptaltar von 1774 oder an der geschwungenen Rokokoverkleidungen ist die Vererehrung des hl. Hubertus unschwer zu erkennen.

Der barrocke Turmhelm der Kirche wurde 1918 durch Blitzeinschlag vollständig zerstört und 1986 anläßlich der Restaurationsarbeiten wieder in seiner ursprünglichen Form hergestellt. Fresken aus dem 12. Jh. wurden während der Restaurierung freigelegt, auf einer dieser Fresken kann man den Hl. Johannes erkennen. Die große Gedenkplatte aus dem Jahre 1790 ist dem Baron von Montigny gewidmet. Auf Grabsteinen aus "blauem Stein" wird ehemaligen Pfarrern von Reuland gedacht.

Die Glocken der Kapelle läuten:

  • am 3. November: Fest des Hl. Hubertus,
  • am 5. Februar: Fest der Hl. Agatha,
  • am 20. Oktober: Festtag des Hl. Wendelins,
  • sowie bei Beerdigungen, Allerheiligen und Allerseelen.

Zur Fronleichnamprozession, die von Reuland über Weweler führt werden die Glocken mit einem Hammer in einem besonderen Takt geschlagen, dieser Klang begleitet die Prozession über den ganzen Weg.
Diese Kirche war von 1495 bis 1772 Pfarrkirche von Reuland.